Performance in der alten Schmelze

Toxic Breath


Exploring the orgy Overcome the 1.5

Im Zentrum des Performancebegriffes von IPA steht die Person der Künstlerin/des Künstlers, ihre soziokulturelle Leibhaftigkeit. An ihr und durch sie entwickelt sich das performative Bild.

Diese Person wird durch die COVID 19 Pandemie radikal hinterfragt. Sie verlangt eine veränderte Praxis des sozialen Austausches soweit es den OFFLINE Austausch, den körperlichen Kontakt angeht.

Alle Aspekte von Identität, welche durch gender und social codes getriggert werden, durchlaufen eine tiefgreifende Erschütterung durch die aktuell geforderte Praxis von Distanz. Das Wertesystem, welches das soziale Zusammenleben untermauert, erfährt eine grundsätzlich neue Ausrichtung.

Wie gehen wir mit der Sehnsucht nach Berührung und nach körperlichem Austausch um, wenn der „Atem giftig“ ist?

Können neue Rituale, eine neue Form von Nähe erprobt werden, welche die 1,5 Meter überbrücken?

Wie verändert sich die soziale Praxis der körperlichen Liebe, welchen Ausdruck findet die notwendige, physische Aggression, wie verschieben sich die Grenzen von normalem und anormalem Verhalten, von Scham und Peinlichkeit, wie stillen wir den Hunger nach Anerkennung, den Hunger nach Schönheit und was wird die neue Grenzlinie von Privatem und Öffentlichem?

Die 9 -stündige Performance verdichtet diese Fragen in einem offenen Austausch von Köperbildern und -landschaften. Das Publikum hat die Möglichkeit, diesem Ereignis in beschränkter Anzahl LIVE oder im Online LIVE Stream beizuwohnen.

 

Ein Projekt von Jürgen Fritz

Sound: Petra Strahovnik

Photocredit: Tina Kramer, Festival Emerging Artists, Kunstfabrik am Flutgraben,  Berlin, 2009, Photographer Jürgen Fritz

 

EINTRITT: 10,- €

KARTENRESERVIERUNG (ab Mai 2021)

International Performance Association