Kunst in der Milchsackfabrik

WHO CARES


Stimmen aus dem Gutleutviertel

Heftpräsentation der Workshopergebnisse und Vorstellung der Audiocollage durch die Künstlerinnen Lisa und Jana Peil.

Frankfurt am Main, Gutleutviertel – Pflege- und Sorgearbeit betrifft uns alle – von vor der Geburt bis nach der Beerdigung. Dennoch bleibt Care-Arbeit im Alltag oft unsichtba oder unerhört oder auch unbezahlt. Im Rahmen des mehrteiligen Workshop-Projekts „WHO CARES – Stimmen aus dem Gutleutviertel“ haben sich FLINTA*-Personen intensiv mit ihren persönlichen Erfahrungen, Ängsten, Wünschen und Assoziationen rund um Pflege und Sorge auseinandergesetzt.

Am 4. September um 18:00 Uhr werden die Ergebnisse dieser Arbeit der Öffentlichkeit präsentiert. Im Zentrum der Veranstaltung steht die Vorstellung eines eigens gestalteten Heftes sowie einer Audiodokumentation, die die vielstimmigen Beiträge zusammenfasst. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Am 5. September um 18:00 öffnet das Studio 294 erneut und lädt zum Kunstabend. Neben dem Heft und der Audiodokumentation werden weitere Arbeiten von Lisa Peil präsentiert.  

Ein Mosaik aus Sorge, Wut, Dankbarkeit und Hoffnung

In den vergangenen Workshop-Treffen sind die Teilnehmer*innen der Frage nachgegangen, was Care-Arbeit für sie persönlich bedeutet. Auf schriftlicher, zeichnerischer und akustischer Ebene entstanden zahlreiche Skizzen, Notizen, Transkripte, Geschichten und Fragmente.

Die entstandene Collage zeigt die Vielschichtigkeit von FLINTA*-Perspektiven: Auch wenn sich die Lebensrealitäten der Beteiligten unterscheiden, offenbaren die Arbeiten tiefgreifende Gemeinsamkeiten. Viele kennen das Gefühl, in Sorgeangelegenheiten auf sich allein gestellt zu sein, sich ungenügend, wütend, aber auch dankbar zu fühlen. Auch die Sorge um die eigene Pflege im Alter und das Bedürfnis nach Selbstfürsorge wurden thematisiert.

Zentrale Motive, die sich wie ein roter Faden durch die Arbeiten ziehen, sind:

  • — bewahren —

  • — unerhört / sein —

  • — ich für mich —

  • — sich Raum verschaffen —

Das im Workshop entstandene Heft bringt diese Fragmente zusammen und gibt den Beteiligten und ihren Geschichten eine sichtbare Plattform. Ergänzend dazu entstand eine künstlerisch-dokumentarische Audio-Collage: Gesprächsausschnitte, Monologe und persönliche Erzählungen der Teilnehmer*innen geben Einblicke in den Workshopprozess und zeigen die vielfältigen Gedanken, Erfahrungen und Fragen rund um Care-Arbeit.

Einladung an alle Interessierten

Bei der Ergebnispräsentation am 4. September wird das Publikationsheft offiziell vorgestellt. Der Abend bietet Raum für Begegnung, Austausch und Einblicke in die Arbeitsprozesse.

Veranstaltungsdetails auf einen Blick:

  • Titel: WHO CARES – Stimmen aus dem Gutleutviertel (Ergebnispräsentation & Heftveröffentlichung)

  • Datum: 4. September (Vernissageabend) + 5. September (Kunstabend) *

  • Uhrzeit: jeweils 18:00 - 21:00 Uhr

    * alterativ: am Sonntag von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr gebt es auch nochmal die Chance das Heft anzuschauen und sich darüber auszutauschen. Alle Infos zum 5.9. hier ....

  • Gastro: Getränke auf Spendenbasis, Snacks bringt gerne mit 

Alle Menschen sind herzlich willkommen | Eintritt frei!